Ernährung unterwegs beim radfahren mit Slow-Carb, Low Carb und LCHF

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Technisch gesehen sehe ich mich ja nicht als Sportler im herkömmlichen Sinne. Soll heißen, ich hab‘ wenig Interesse an Wettkämpfen noch sehe mich als Leistungshamster der in seiner Freizeit genauso Performance zeigen muss wie im Beruf.

Für mich war schon immer und ist es nach wie vor der Weg das Ziel. Nicht weil ich nicht anders könnte, sondern eher weil man selbst für sich die größte Herausforderung darstellt, außerdem findet man eher wenn die Gedanken nicht zu fokussiert sind.

Das Fahrrad ist für mich dabe ein Gerät das mir die Welt erschließt und mich an Orte bringt. Ab und zu sind die Orte aber weiter weg, und dann spätestens dann muss man sich ein paar Gedanken machen, auch zur Ernährung unterwegs beim Radfahren, denn man kann besser oder schlechter dort hinkommen!

Gedanken dazu sind beispielsweise:

  1. Welche Strecke vermeidet unnötige (bzw. unattraktive) Steigungen?
  2. Welche Streckenführung ist interessanter/kurzweiliger?
  3. Wie wird das Wetter?
  4. Was bedeutet das bzgl. Ausrüstung, vor allem bei einem Trip mit Übernachtung?
  5. Wo gibt es was zu essen/trinken?
  6. Was sollte ich essen?
  7. usw.

In Deutschland ist die Frage um Orte wo man sich verpflegen kann eigentlich kaum ein Thema, im Gegensatz zu beispielsweise Frankreich, dort gibt es in kleinen Orten oft nichts, hier allerdings gibt es mittlerweile in fast jedem Dorf einen Bäcker und wenn nicht, dann ist die nächste Tankstelle nicht weit sofern sich nicht vorher noch ein Discounter oder Premium-Supermarkt findet.

Größer ist das Problem schon bei flüssiger Nahrung. Wenn man an heißen Tagen ein kaltes Erfrischungsgetränk finden will – vor allem zu einem bezahlbaren Preis, dann ist das oft gar nicht so einfach. Biergärten und Gaststätten sind auf Dauer zu teuer, außerdem hab ich selten Bock mich alleine in einen/eine reinzusetzen.

Die Discounter haben (noch) keinen Kühlschrank für Kaltgetränke und die Tankstellen haben nur die überteuerten „Marken“-Getränke. Es gilt also einen Rewe oder Edeka zu finden und zu hoffen, dass diese einen gut sortierten Kühlschrank haben …

Was die Ernährung unterwegs beim Radfahren angeht war es bei mir in der Vergangenheit so, dass ich mir eher weniger Gedanken gemacht habe so lange ich die Pedale drehte. Anders gesagt, wenn man nur genug Rad fährt kann man auch essen was man will.

Slow-Carb und „Train Low, Compete High“

Mit Slow-Carb, wie ich mich seit einiger Zeit wieder ernähre, ergeben sich einige Interessante Fragestellungen, die dann wiederum neue Fragen aufwerfen, beziehungsweise auch spontan Antworten auf andere geben.

Was meine ich genau?

Nun, zum einen gibt es im Ausdauersport, insbesondere dem Ultra-Ausdauersport, die Maxime: Train Low, Compete High, was nicht anderes heißt, als im Training durch Kohlenhydratreduktion seinen Fettstoffwechsel zu trainieren und im Wettkampf vermehrt auf Kohlenhydrate zurück zu greifen.

Slow-Carb funktioniert ähnlich wie Low-Carb und dessen Sonderform LCHF („Low Carb, High Fat“), nur eben, dass man zusätzlich Kohlenhydrate mit niedriger glykämischer Last in Form von Hülsenfrüchten isst, was die Bandbreite der in Frage kommenden Lebensmittel etwas erhöht und die Ernährung günstiger macht.

Metabolisch gesehen sind sie daher aber nicht in dem Maße verwertbar wie „schnelle“ Kohlenhydrate und verhalten sich eher wie Fett, d.h. der Körper braucht erst eine „Aufwärmphase“. Dummerweise liegt Stuttgart in einem Kessel und der Höhenunterschied liegt bei ca. 200 Hm, die man kalt erstmal überwinden muss – zäh …

Ist der Motor dann aber „warm“, dann läuft es hervorragend! Man muss nur darauf achten sich in der Euphorie nicht auszubrennen und mehr Gas zu geben als nötig.

Wie verhindert man das?

Relativ einfach: man sollte sich auf seinen Atem konzentrieren – tief und gleichmäßig ein- und ausatmen um ein maimum an Sauerstoff aufzunehmen, und: es sollte sich leicht anfühlen! darum lieber einen oder zwei Gänge runterschalten und schneller treten oder öfter mal eine kurze Pause machen als zu arg voranzupressen.

Ausdauersport ist Kontrolle der eigenen Resourcen.

Dennoch, hin und wieder muss man was nachlegen: Flüssigkeit und/oder Mineralien, besonders bei Hitze und da Bedingungen selten konstant bleiben, auch hier und da Energie.

Hier stellt sich die Frage: Was? Insbesondere in Zusammenhang mit der Slow-Carb/Low-Carb Ernährungsweise, denn her sind einfache Kohlenhydrate ja normalerweise tabu. Außerdem ist es unterwegs ohnehin schwierig Slow-Carb/Low-Carb Food aufzutreiben, es ist meiner Meinung auch nicht zielführend.

Worauf man achten sollte ist das:

Train Low, Compete High

und

Fett verbrennt im Feuer der Kohlenhydrate

Ich persönlich halte es mit der Ernährung unterwegs beim Radfahren so, dass ich bei allem was unter 2 Stunden dauert keine Kohlenhydrate konsumiere, Wasser reicht aus. Dauert die „Belastung“ deutlich länger als zwei Stunden dann esse und trinke ich alle 1 – 2 Stunden etwas. Ist es anstrengend, dann in kürzeren Zeitabständen, ist es eher gemütlicher dürfen sie auch länger sein.

Gegessen wird was es gibt, als gut herausgestellt haben sich belegte Brötchen, die mit Limo und ausnahmsweise auch mal einem Radler/Alster runtergespült werden. Alkoholhaltiges Bier ist bei mir eher kontraproduktiv und macht die Beine schwer.

Linktipp

Zum Schluß möchte ich noch diesen Link teilen in dem sich Dr. Brenda L. Braaten intensiver mit der Ernährungsthematik (und noch mehr) bei lang anhaltenden Belastungen beschäftigt.

Wie immer finden sich die Ressourcen im englischen Sprachraum besser und einfacher. Sucht man auf deutsch finden man auf den ersten 2 SERPs eigentlich nur kommerzielle Seiten und Allgemeinplätze.

Wer was hat darf aber gerne interessante Links posten.

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