Wide Range 9-fach Kassette mit 11-40 – endlich!

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Was es für 10-fach und mehr bereits gibt, gibts jetzt endlich auch für alle denen 11-fach noch zu teuer ist und 10-fach nur als eine unglückliche Zwischenlösung erscheint – eine Wide Range 9-fach Kassette mit 11-40!

Angefangen hat alles mit sogenannten „Range Extender“ Ritzeln bzw. -sets, wo man im Prinzip hinter die Kassette ein großes 40er (oder sogar 42er) Ritzel packt und dafür ein kleines Ritzel aus der Mitte entfernt. Beziehungsweise zwei, beispielsweise ein 13 und 15er und diese durch ein 14er ersetzt. Kostenpunkt: so ab 60 Euro aufwärts, wie hier im MTB-Forum diskutiert.

Mit dem Aufkommen der 11-fach Antriebe und SRAM als Innovator wurden dann auch die Serien-Kassetten größer. Sofern ich mich nicht täusche sind diese mittlerweile bei 50 Zähnen angelangt.

Wie ich bereits mehrfach geschrieben habe bin ich ein großer Fan von 1x-Antrieben mit 9-fach Schaltungen. Leider hat die bergtauglichste 9-fach Kassette regulär (also käuflich erhältlich im (virtuellen) Laden um die Ecke) leider nur eine Spreizung von 11/12-36 Zähnen.

„Leider“ ist relativ, denn ich selbst fahre so eine 12-36er 9-fach Kassette mit einem 30er Kettenblatt und bin mehr als zufrieden.

Nun bin ich, wie ich im letzten Artikel schrieb, durch Zufall auf die Sunrace CSM990 gestoßen, eine Wide Range 9-fach Kassette mit 11-40.

Eigentlich brauche ich die 9-fach Kassette mit 11-40 nicht unbedingt aber interessieren würde es mich natürlich schon wie sie sich schaltet und fährt. Und bei irgendwas um 35 Euro hält sich das finanzielle Risiko auch in Grenzen. Und sind mal ehrlich: 1-2 Gänge in Reserve zu haben ist nie schlecht, man wird ja nicht jünger.

Da sie allerdings (noch) nicht auf dem deutschen Markt erhältlich ist (Stand: Juli 2017) AliExpress gecheckt, einen Händler mit guter Reputation ausgeguckt und eine direkt aus China bestellt. Zu meiner Überraschung brachte sie der Postbote schon nach gut einer Woche, da kann man echt nicht meckern!

Vergleich 9-fach Shimano CS HG400 12-36 vs Sunrace CSM990 11-40

Die Lieferung erfolgte tadellos in Originalverpackung. Macht man die dann auf hält man die Kassette in Händen. Ziemlich unspektakulär, eine Kassette eben, im, ich würde sagen, mittleren Qualitätsbereich.

Was sofort auffällt ist die schiere Größe. Ich hatte noch nie eine 11-50er in Händen, aber 11-40 ist schon mächtig groß (vor allem wenn ein 11-28er Zahnkranz daneben liegt …). Dreht man sie um sieht man, dass die größten Ritzel auf einem Spider sitzen. Die kleineren werden dann mit Kunststoff-Distanzscheiben auf den Freilaufkörper aufgefädelt.

Vergleich Spreizung

Shimano CS HG400 12-36: 12-14-16-18-21-24-28-32-36

Sunrace CSM-990 11-40: 11-13-15-18-21-24-28-34-40

Gewichtsmäßig sind beide UNGEFÄHR gleich schwer. Die CSM-990 ist mit 425g angegeben und ich glaube soviel hat sie auch bei mir gewogen, die Shimano wiegt mit 416g knapp 10g weniger.

Größerer Zahnkranz, gleiches Gewicht? Dem Aluspider sei Dank!

Fahren und Schaltverhalten

Die B-Schraube habe ich vorsorglich ganz reingedreht und die Kassette schaltet auf Anhieb alle Gänge tadellos hoch- und runter, was eine anschließende Testfahrt bestätigt, trotz dass die Schaltröllchen kaum noch Luft haben.

Einziger Wermutstropfen: Beim Rückwärtskurbeln im kleinsten Gang steigt die Kette auf das zweit-kleinste Ritzel ab. Aber auch nur da. Nicht schön, man kann aber damit leben, schliesslich kurbelt man 99,9% der Zeit vorwärts.

Ursache? Das kann zum einen am mangelnden Abstand der Schaltröllchen liegen und/oder an mangelnder Flexibilität der Kette.

Aber: solange man vorwärts tritt ist alles gut, und es ist ja wie gesagt nur das größte Ritzel wo die Kette maximal schräg läuft.

Fazit

Theoretisch hat man, wenn man eine 9-fach Kassette mit 11-40 fahren möchte, mit der CSM-990 etwas mehr Bandbreite. Durch das 11er statt dem 12er Ritzel kommt man auf etwas mehr Endgeschwindigkeit und die 4 Zähne mehr im kleinsten Gang machen das klettern etwas einfacher.

Ich fand die Abstufung angenehm zu fahren, aber nicht deutlich besser als die 12-36er. Für normale Touren reißt sie mich sicher nicht vom Hocker, aber für Bikepacking-Touren mit Gepäck, und sei es nur ein voller Rucksack, und für sehr lange Anstiege in den Alpen kann sie durchaus interessant sein.

Mir persönlich reicht das 12er Ritzel beim 29er völlig aus um bis deutlich über 30km/h mittreten zu können. Bei 30+km/h ist es mindestens abschüssig oder man hat massiv Rückenwind. Ein 11er habe daher noch nie vermisst.

Anders bei 26″/27,5″: hier legt man durch die kleineren Räder pro Kurbel-Umdrehung weniger Wegstrecke zurück – da macht ein 11er Ritzel mehr Sinn.

Was das große 40er angeht, so bekommt man hinsichtlich der Entfaltung einen 3/4 Gang hinzu, 4 Zähne absolut statt 6 oder mehr.

Eine auf meinen individuellen Bedürfnissen basierende, interessantere Abstufung wäre vielleicht diese hier: 12-14-16-19-22-25-29-35-42 – ein echter Gang nach unten mehr.

Andererseits hat mir 12-36 bisher voll genügt. Steile Rampen kann man (oder besser: sollte man sogar!) auch mit Technik fahren. Mehr Körperspannung im Gelände auf schwierigem Untergrund, Zig-Zag auf Asphalt.

Sicher, je dicker die Gänge desto fitter muss der Fahrer sein. Aber es ist auch nicht so, dass immer noch ein leichterer Gang die Lösung wäre.

Leichtere Gänge machen Sinn wenn man sie gut treten kann und noch etwas Geschwindigkeit erzeugt. Ich denke, bei schwierigem Untergrund sollten mindestens noch 6 km/h drin sein, besser 6,5 – 7 km/h, denn wenn Fahren langsamer ist als Schieben macht es selten Sinn und kostet oft noch zusätzlich Kraft weil der Koordinationsaufwand unverhältnismäßig ansteigt.

Das gesagt, ist es doch alles nur graue Theorie.

Jeder ist anders, der eine hat mehr Druck auf dem Pedal, der andere Tritt schneller, Reviere und Routen sind unterschiedlich, ebenso wie Vorlieben.

Für den einen oder anderen kann eine 9-fach Kassette mit 11-40 also auch eine längst erwartete Lösung sein.

Eine andere Sache ist die Technik.

Ein (XT-) 9-fach Schaltwerk mit kurzem oder mittellangem Käfig schaltet das 36er Ritzel perfekt und die Kette läuft absolut top. Alles was man tun muss ist die B-Schraube ausreichend weit reinzuschrauben (mind. 50%).

Beim 40er Ritzel wird es schon haarig. Es funktioniert zwar, nur schön ist anders.

Möglicherweise ist die Schaltqualität von Shimano besser weil Shimano eben schon viel länger Erfahrung mit dem Design der Steighilfen hat. Allerdings ist der Unterschied bei Weitem nicht so dramatisch wie es sich vielleicht anhört.

Einzig der Abstand vom oberen Schaltwerksröllchen zum Kettenblatt ist relativ knapp, selbst bei ganz reingedrehter B-Schraube, was wahrscheinlich der Grund ist warum die Kette beim Rückwärtskurbeln vom größten Kettenblatt absteigt.

Es könnte aber auch die Kette sein – mit einer flexibleren (10-fach?) könnte es eventuell funktionieren, was aber bedeutet gegebennfalls mehrere Ketten durchprobieren zu müssen.

Um das Problem zu beheben gibt’s verschiedene Lösungen die aber alle teuer und/oder bastel-intensiv sind und damit für mich ausscheiden, denn: dann lieber auf (Shimano) 11-fach gehen und sich am Großserienstandard erfreuen.

Was bleibt?

Weiter wie vorher mit 30/12-36 und einem 22er Kettenblatt als Granny (wird bei Bedarf von Hand gewechselt), falls auf einem langen Anstieg doch mal alle Stricke reißen? War aber bisher nicht nötig. Leichtes Gepäck ist sowieso Pflicht und ab und zu mal schieben oder tragen ist auch nicht verkehrt.

Update 29.08.2019

Die Firma Box Components bietet 2 9-Fach Widerange Lösungen mit 11-50T:

Box One
Box Two

Sind zwar offiziell für „eBikes“ könnten meiner Meinung nach aber auch für normale MTB-Fahrer interessant sein denen 9 Gänge ausreichen, was es ja in der Regel tut weil man ja meist keine so enge Abstufung benötigt. Ich schalte jedenfalls oft 2 Gänge und mehr Gänge runter wenn eine Steigung kommt, bzw. hoch wenn’s wieder runter geht. 2 Ritzel weniger spart natürlich auch Gewicht, die Teile sind aber anscheinend nicht Shimano oder anderweitig kompatibel.

Rechtliches

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14 Antworten zu “Wide Range 9-fach Kassette mit 11-40 – endlich!”

  1. Avatar

    Thomas Berkenheide

    Hallo Simon

    Ich lese schon seit einiger Zeit deine Ausführungen zu 1×9 Antrieben und arbeite selbst auf einigen Rädern damit. Das Rad meiner Frau fährt mit einem 36er Kettenblatt und 11-32 und unser gemeinsames Tandem fährt mit 44 auf 12-36. An meinem Gravel-Bike experimentiere ich gerade mit 42×11-32. Bei den Kettenblätter handelt es sich sich um normale Standardblätter ohne Steighilfen allerdings mit je nach Bike mit 1-2 Kettenschutzringen. Bei uns in der Gegend ist es ehr flach, es gibt zwar Berge, allerdings haben die immer nur ca 80 – 140 hm.
    Fazit: Es ist bestechend simpel mit 1×9 zu fahren und es funktioniert am besten mit 10-fach Ketten.
    Von Shimano scheint es jetzt auch neue 9-fach Kassetten zu geben mit der Abstufung 11-36, die mit den meisten Schaltwerken fahrbar sein dürfte. Alternativ zu den Riesenritzeln könnte man dann das Kettenblatt ein wenig kleiner wählen.

    Gruß Thomas

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      andreas

      Hi Thomas,

      danke für deinen Kommentar!

      Die CS-HG400 in 11-36 hab ich neulich auch schon entdeckt, allerdings brauche ich persönlich die etwas höhere Endgeschwindigkeit nicht, für kleinere Laufradgrößen und Tandems würde ich die aber der 12-36 vorziehen.

      Noch besser wäre allerdings wenn sie die 9-fach XT-Kassette endlich auf -36 upgraden würden, die XT ist eben doch deutlich leichter.

      Eine 10-fach Kette werde ich mal mit der 11-40 Kassette ausprobieren wenn die 12-36 Kassette runtergenudelt ist, denke so auf den Herbst hin. Mit 9-fach Ketten hab ich bis -36 Zähne eigentlich keine Probleme (KMC, Shimano XT), aber 10-fach ist klar leichter und seitlich flexibler.

      Bzgl. (NW-) Kettenblättern – ja es gibt auch noch 26/28er in Narrow-Wide die dann auf dem 64er Lochkreis montiert werden, sind aber auch schwierig zu bekommen, relativ teuer und vor allem sinkt die Endgeschwindigkeit m.E. zu stark, außer man fährt Fatbike oder nur bergauf und bergab 😉

      Auf Asphalt kommt man wahrscheinlich schon ganz gut ohne Narrow-Wide aus, vor allem mit größeren Kettenblättern, im Gelände m.E. nach eher nicht. M.E. lohnt sich die Investition in NW-Kettenblättern schon, sie sind, gute Qualität vorausgesetzt, auch erstaunlich haltbar.

      Gruß,
      Andreas

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    Andy

    Hi
    Das Problem mit der abspringenden Kette beim zurückkurbeln kriegt man mit ner längeren B-Schraube in den Griff. Habe meinen Antrieb auch auf 11-40 umgebaut und habe keinerlei Sorgen(ça. 4000km mit der csm990)

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    andreas

    Ich habe ein altes xt RD-M760 Schaltwerk und eine 2cm lange B-Schraube…bisher kein Problem hier in Peru 😀

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    Dave

    Das Problem mit dem Rückspringen der Kette von den Kleinsten Gängen (viele Zähne) begründet sich meiner Ansicht nach eher aus dem großen Schräglauf der Kette. Tritt man rückwärts kommt die Kette zu schräg zurück, herbei wird sie ja nirgends geführt, dies bewirkt das Abspringen. Ich habe das selbe Problem. Man kann jetzt anfangen mit der Kettenlinie mittels Unterlegscheiben Zwischen Kettenblatt und Kurbel und längeren Schrauben zu beeinflussen, jedoch ist auch dies nur recht begrenzt möglich da man im Umkehrschluss dann auf den größten Gängen (wenig Zähne) zu schräg kommt und die Kette fast gegen das nächste Blatt schleift.
    Für eine 1×9 fach Schaltung finde ich es recht sinnvoll sich eine 10/11 fach Kette drauf zu bauen, hiermit holt man durch das geringere Außenmaß noch etwas mehr Spielraum heraus.

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      Dave

      … kleiner Nachtrag noch. Ich hatte die selbe Vorgeschichte mit der Shimano 12-36er, war hier aber noch mit 3 fach 20-32-44 unterwegs, das war so ziemlich das größtmögliche Spektrum für 3×9. Alles auf 26 Zoll und hab mir jetzt die Bolany Kassette, identisch mit der Sunrace…. 11-13-15-18-21-24-28-34-40, geholt und fahre vorne 34z oval. Wie du schon bei 29 Zoll festgestellt hast ist das alles schon recht grenzwertig, bei 26 Zoll hat man hier auf Grund der kürzeren Kettenstrebe einen noch größeren Schräglauf. Das eigentliche Problem, wie du selber schon bemerkt hast liegt in der B-Schraube und somit im Abstand des oberen Schalträdchens zur Kassette. Es lässt sich zwar ausreichend weit weg stellen um gut auf den kleinsten Gang zu schalten, Problem ist hierbei, dass dadurch im oberen Bereich (wenig Zähne) das Schaltröllchen so weit weg steht das die Kette im Realbetrieb meistens keine richtige Lust hat weiter runter zu springen. Hierfür gibt es gem meinen Recherchen keine wirklich effektive Lösung. Ich weiß nicht ob dieses Problem bei 11 fach irgendwie besser gelöst wurde. Meiner Ansicht nach müsste hierfür die B-Schraube ebenfalls 2 Positionen bekommen für den äußeren und inneren Abstand. Um so die Umschlingung bei wenig Zähnen wieder zu veringern. Leider gibt es soetwas noch nicht.

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        andreas

        Stimmt, perfekt ist es nicht, wobei ich sagen muss am 29er funktioniert die 12-36 mit nem 30er Kettenblatt für mich absolut ausreichend. Jeedenfalls gut genug, dass ich wegen der Schaltqualität allein nicht auf 11-fach wechseln würde. Ich müsste mal mit ner gut eingestellten 11-fach fahren um den Unterschied beim Schalten zu sehen. Aber dann ist ja auch einiges in Innovation in die 11-fach geflossen, so dass man ohnehin keinen 1:1 Vergleich ziehen kann. Bzgl. Kassetten hab ich auch mal 11-40 und 11-42 probiert. 11-42 ging nicht mehr wirklich gut, 11-40 hmm, ja, gerade so noch zu schalten, aber schon grenzwertig. Beim Rückwärtspedalieren fällt die Kette vom kleinsten auf den 2. oder 3. Gang. Nix dramatisches. Aber ich kam auch mit der Abstufung nicht klar. Übrigens auch nicht mit der 11-36 Abstufung. 1×9 am 29er ist für mich trotz allem eine Low-Budget Option. Hab allerdings auch schon mit dem Gedanken gespielt auf 11-fach hochzurüsten, einfach um noch mehr „Luft“ zu haben, wegen der besseren Schaltwerksgeometrie und der „Clutch“. Aber dann denk ich wieder, bei 9-fach kostet das Verschleiss-Set ~30 Euro … 😉

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      andreas

      Ich hab das weitestgehend mit dem Tretlager gemacht. Da ich bis vor Kurzem noch Vierkant gefahren bin, hab ich eins mit ner kürzeren Achse genommen, so dass die Kette auf dem großen Ritzel gerader ist. Beim 11/12er Ritzel stört größerer Schräglauf IMHO sowieso nicht, da ja bei 30km/h bei Weitem nicht der Zug auf der Kette ist wie wenn man im kleinen Gang den Berg hoch drückt. Mit den Außenliegenden Lagerschalen kommt es halt drauf an kann man dann nur mit Unterlegscheiben arbeiten, je nach Breite des Tretlagergehäuses, also ob man einen Distanzring rauslassen kann oder nicht.

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      Angy Dark

      Hallöle,
      Lob zum gelungenen Artikel!!!
      Immer wieder stoße ich in diesem Jahr auf ihn, denn meine Überlegung ist, 38/11-34 beim 29er eMTB und 9x HG-Kette mit einer minimalen Veränderung für’s Klettern zu verbessern.

      Bisher funktioniert an meinem 29er Hardtail die 9-fach Schaltung (11-34 mit ’nem 38er Kettenblatt) absolut ausreichend.
      Habe an meiner Fahrtechnik über Monate gefeilt und schaffe leichte Anstiege auf ’nem Trail mit eigener Muskelkraft! (bei steilen Passagen lasse ich mich durch den kleinen E-Bike Motor (50Nm) unterstützen)

      Kettenblatt, Kette und Ritzelkassette haben bisher über 4.000 km gefahren, da ich immer versuche „sauber“ zu schalten.
      Die Schaltqualität ist für mich optimal, daher würde auch ich nicht auf 10- oder 11-fach wechseln!

      Mittlerweile habe ich die Kette erneuert und meine erste Veränderung (August’19) ist das vordere Kettenblatt:
      Tausch von 38 Zähne auf 36. (konnte ich bisher noch nicht ausgiebig testen)

      Weitere Überlegung, aufgrund Deines gut erklären Artikels, ist der Wechsel meiner 11-34 Kassette auf 11-40. (oder 11-42???)
      Mein Bike hätte bei 11-40 sogar einen kompletten Gang, im unteren Bereich, mehr.
      Aktuell: 11-34 (11-13-15-17-20-23-26-30-34)
      Neu: 11-40 (11-13-15-18-21-24-28-34-40)

      Diese neuen Abstufungen in den kleinsten Gängen würden mir persönlich sehr entgegen kommen und scheinbar dem Schaltverhalten keine argen Probleme bereiten.

      In Deinem Fall (…bzgl. Kassetten hab ich auch mal 11-40 und 11-42 probiert. 11-42 ging nicht mehr wirklich gut, 11-40 hmm, ja, gerade so noch zu schalten, aber schon grenzwertig….), mag es mit Deinem 30er Kettenblatt grenzwertig sein, aber vielleicht nicht bei meinem 36er.

      BOLANY und ZTTO liegen in meiner engen Wahl, zumal deren Zähne gut „angeschliffen“ und schön lang und kantig ausgearbeitet sind.

      Frage nun, nach dem Verschleiß!
      Hält das extrem günstige China-Produkt wohl auch 4.000km, so wie meine alte Kassette?

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        andreas

        Hallo,

        erst mal Danke für das Lob, freut mich wenn ich helfen konnte!

        Bzgl. der Haltbarkeit von billigen China-Kassetten würde ich mir keine Gedanken machen. Im Zweifelsfall ist das Kettenblatt schneller runter als die Kassette. Um den Verschleiß zu verringern kannst du auch 2 Ketten (mit Kettenschloss …) im Wechsel fahren und alle paar hundert km wechseln. Im Wesentlichen wird der Verschleiß durch die Längung der Kette verursacht, was zur Folge hat, dass wenn man eine Komponente tauscht, der Antriebsstrang nicht mehr sauber läuft und/oder Geräusche macht.

        Um den Verschleiß weiter zu verringern würde ich empfehlen – sofern möglich – das Kettenblatt außermittig zum Tretlager hin anzubringen, so dass die Kette bei den kleinen Gängen (große Ritzel) nicht so schräg läuft und bei den großen (kleine Ritzel) darf sie ruhig schräger laufen, ist ja kaum Zug drauf.

        Dann gibt es noch eine Neuerung von einer Marke namens Box Components, die eine „große“ 9-fach Lösung (vor allem für eBikes) im Angebot haben. Ist aber nicht billig. Ich würde da wahrscheinlich eher zu 11-fach XT mit SunRace Kassette wechseln.

        https://www.boxcomponents.com/Box-Two-E-9S-Drivetrain_9
        https://www.boxcomponents.com/Box-One-E-9S-Drivetrain

        Unterschied außer Preis und „Geschmacksrichtung“? Gute Frage!

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          Angy

          Hi Andreas,
          danke für Deine fixe Rückmeldung.

          Von den BOX… hatte ich bisher noch nix gehört, zudem ist das Preisleistungsverhältnis nicht stimmig.
          Dann lieber 2-3 Ketten auf Vorrat und hin und wieder mit verschiedenen Kettenblättern „rumspielen“. Zumal ich bei meiner sorgfältigen Fahrweise weit mehr als 3.000 Kilometer mit den Komponenten schaffe. Anschließend eine neue und günstige China-Kassette montieren und glücklich sein. (man muss übrigens gar keine großen Unterschiede zwischen eMTB und BioBike machen, wenn man zusammen mit seinem Bike ein geringes Systemgewicht auf den Trail bringt)

          Auf jeden Fall danke für Deinen konstruktiven Hinweis.

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          • Avatar

            andreas

            Dass die Box-Gruppe vom Preis-leistungsverhältnis nicht passt dachte ich mir, ich wollte es trotzdem der Vollständigkeit halber erwähnen. 😉

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