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Mikronährstoffmangel erkennen und beheben

Ein Mangel an Mikronährstoffen, also ein Mikronährstoffmangel, ist heutzutage weiter verbreitet als man denkt. Man könnte vielleicht sogar von einer “Volkskrankheit Mikronährstoffmangel” sprechen. Im Gegensatz zu ihrer tatsächlichen Verbreitung wird diese Volkskrankheit allerdings kaum wahrgenommen. Beziehungsweise wird sie erst wahr genommen wenn sie schon sehr weit fortgeschritten ist. Warum ist das so? Woran liegt das? Wie stellt man fest ob man einen Mangel an einem oder mehreren Mikronährstoffen hat und wie kann man ihn beheben? Doch zunächst:

Was sind Mikronährstoffe?

Mikronährstoffe sind wichtige Stoffe die regulative und entgiftende Funktionen in einem Organismus einnehmen, die dieser, egal ob pflanzlich, tierisch oder menschlich aufnehmen MUSS, ohne dass diese ihm Energie liefern. Zu den Mikronährstoff zählen in erster Linie Mineralien wie Magnesium, Kalium, Kalzium und Natrium (“Elektrolyte”) sowie Spurenelemente, Vitamine, proteinogene Aminosäuren und Omega-Fettsäuren.

Wie entsteht ein Mikronährstoffmangel?

Die Gründe warum individuell ein Nährstoffmangel entsteht sind vielfältig. Die Ursachen lassen sich aber im Großen und Ganzen auf folgende Bereiche eingrenzen:

  • Genetisch bedingt: Menschen mit Blutgruppe B beispielsweise neigen zu Magnesiummangel
  • Nahrungsqualität, #1: Böden enthalten durch falsche Bewirtschaftung zunehmend weniger Nährstoffe, somit auch die Pflanzen und wiederum die Tiere die sie fressen und ultimativ natürlich wir die am Ende der Nahrungskette stehen
  • Nahrungsqualität, #2: Tiere werden nicht mehr artgerecht gehalten, bekommen das falsche Futter um sie schnell zur Schlachtreife zu mästen, Beispiel Kuh: steht im stall statt auf der Weide (Vitamin D Mangel) und bekommt “Kraftfutter” = hauptsächlich Mais und Soja statt Gras.
  • Moderne Ernährung: Die “Standard Western Diet” – zu viel Zucker und Weißmehl, zu viel (falsches) Fett, zu wenig Konsum von Nahrung mit hoher Nährstoffdichte.
  • Falsche Lebensführung: Zu viele “Nährstoffräuber” wie Alkohol, Zigaretten, Medikamente, Drogen, usw., zu wenig Bewegung, zu viel (falschen) Stress, aber auch (zu viel) Sport kann zu (unbemerkten) Defiziten führen.

Oft wird der menschliche Körper mit einem Verbrennungsmotor vergleichen dem man nur Treibstoff und ab und zu ein bisschen Öl geben muss damit er rund läuft. Leider ist der menschliche Körper etwas komplexer, darum müssen wir den Nährstoffbegriff zunächst etwas weiter fassen.

Nährstoffe allgemein

Dieser erweitere Begriff umfasst alles was der Körper braucht um optimal zu funktionieren, in ausreichenden Mengen und guter Qualität:

  • Sauerstoff
  • Wasser
  • Sonne
  • Fette
  • Proteine
  • Kohlenhydrate*
  • Vitamine 
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Ballaststoffe

Sauerstoff – klar, wir atmen. Wasser – auch klar, 3 Tage ohne und das war’s für die meisten. Sonne – ganz wichtig! Sonne regt den Stoffwechsel an, ist wichtig für die Vitamin – und Hormonproduktion und noch tausend andere Sachen.

Der moderne Mensch sieht die Sonne jedoch meistens nur durch sein Bürofenster. Das ist ein großes Problem, denn der Mensch ist dazu gemacht wie seine steinzeitlichen Vorfahren mehr oder weniger den ganzen Tag unter Sonneneinstrahlung zu verbringen (dass die Sonne grundsätzlich schädlich sein soll halte ich persönlich darum für einen Mythos).

Bei Fetten wird es schon schwierig. Jahrzehnte lang war gesättigtes Fett verteufelt und ein Garant für Herzinfarkt. Bis sich in jüngerer Zeit heraus stellte, dass es eine fingierte Sache war. Eine falsch interpretierte medizinische Studie, Geschäftsinteressen der kohlenhydrat-produzierenden Industrie sowie Wissenschaft und Politik die kein Problem darin sahen ein großangelegtes Gesellschaftsexperiment zu machen. Was für ein Zufall, dass mit dem Beginn dieser Ära der kohlenhydratreichen, dafür aber “fettarmen” und von “gesunden” Pflanzenfetten statt “bösen” Butter geprägten Ernährungsform es eine dramatische Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie: Diabetes, Herzinfarkt, Übergewicht, usw. gab.

Warum?

Während Omega-6-Fettsäuren unter anderem die Blutgefäße verengen und Entzündungen fördern, bewirken Omega-3-Fettsäuren das genaue Gegenteil. Liegt das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren bei 2:1 bis maximal 5:1, dann heben sich diese Wirkungen gegenseitig auf, der Körper nimmt also keinen gesundheitlichen Schaden durch die Omega-6-Fettsäuren. Liegt das Verhältnis aber deutlich über 5:1, erhöht sich das Risiko von Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder Rheuma drastisch.

Quelle: Das richtige Omega-3- zu Omega-6-Verhältnis

Siehe ausführlicher auch hier: An Increase in the Omega-6/Omega-3 Fatty Acid Ratio Increases the Risk for Obesity

Worauf es ankommt ist also mehr Omega 3 (fetter Meeresfisch, Leinöl) zu konsumieren dafür Omega 6 drastisch zu reduzieren, da die meisten von uns diese (unwissentlich, da versteckt) durch industriell hergestellte Fertigprodukte in mehr als ausreichender Menge konsumieren.

Proteine und Aminosäuren

Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine (= Eiweiße). Es gibt essentielle Aminosäuren die der Körper nicht selbst herstellen kann, und nicht essentielle die er aus anderen Aminosäuren synthetisieren kann. Aminosäuren sind für eine Vielzahl von Stoffwechselvorgängen und -körperfunktionen verantwortlich, nicht nur als Baumaterial der Körpermasse.

Proteine bzw. Aminosäuren sind in pflanzlichen als auch tierischen Quellen enthalten. Grundsätzlich werden tierische Quellen (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, …) als höherwertig eingeschätzt weil sie ein komplettes Aminosäurenprofil haben. D.h., äße man beispielsweise Eier, dann würde man immer alle Aminosäuren zu sich nehmen.

Im Gegensatz dazu sind pflanzliche Eiweißquellen nicht komplett, man muss also mehrere verschiedene Quellen kombinieren. Weiterhin verfügt pflanzliches Protein über keine so gute Bioverfügbarkeit, dass heißt, es kann vom Körper nicht so gut aufgenommen werden.

Die Industrie hat hier allerdings für Abhilfe gesorgt und bietet chemisch-technisch veränderte Produkte mit höherer Bioverfügbarkeit und optimiertem Aminosäurenprofil, so dass auch Menschen die beispielsweise aus ideologischen Gründen keine Tiere essen möchten nicht sofort krank werden. Allerdings hat dieses vegane Protein auch seinen Preis, nicht nur geschmacklich.

Die Gretchenfrage: wie viel Protein?

Hier gehen die Angaben und Vorstellungen weit auseinander: von 0,8 g/Kg (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) bis zu 3,5 g/kg und mehr bei Strongmen und anderen Kraftsportlern. Irgendwo dazwischen liegt wohl die Wahrheit.

Problem 1: für den ganzen Körper?

Manche rechnen das gesamte Körpergewicht, andere nur die fettfreie Masse, weil sie argumentieren, dass das Körperfett ja praktisch kein Protein braucht. Na gut. der Mensch besteht zu 80? Prozent aus Wasser – Braucht Wasser Protein? Es geht also mehr um eine Hausnummer als um den tatsächlichen Bedarf, man muss nur sicherstellen, dass der Körper dauerhaft nicht zu wenig bekommt, dann nimt er sich schon was er braucht. Ausnahme (Kraft-) Leistungssportler – hier kann sich auch kurzfristig ein Zuwenig in mangelhafter Leistung manifestieren. Aber darüber braucht sich der normale Fitnessstudiogänger keinen Kopf zu machen.

Wert von 0,8g/Kg der DGE

Dieser Wert ist nach Ansicht vieler mit Vorsicht zu genießen, denn er bezieht sich auf einen Menschen mit sitzender Tätigkeit der keinen Sport macht. Ungefähr jeder täte gut, das als die unterste Grenze anzusehen. Besser mehr. Um einen Eindruck zu bekommen wie viel Eiweiß man täglich zu sich nimmt sollte man ma exemplarisch “Kalorienzählen” – also wiegen was man isst und zusammenrechnen wie sich die “Makros” verteilen, mit Hilfe von Nährstofftabellen, beispielsweise der FDDB (hier).

“Eiweißmast”

Und wie ist es mit deutlich mehr? Sicher, es gibt Kraftathleten die brauchen das, aber die sind die Ausnahme und sie haben sich jahrelang “dahin” trainiert. Würde ein normaler, auch gesunder, Mensch von heute auf morgen 300-350 g Eiweiß am Tag essen und zwar jeden Tag, dann hätte er wahrscheinlich mit massiven Verdauungsschwierigkeiten zu kämpfen. Mal abgesehen davon, dass das eine ganze Menge Fleisch ist wenn man diese Menge Eiweiß “natürlich” konsumiert. Nehmen wir Rindfleisch: 20g Eiweiß pro 100g Fleisch im Schnitt – man müsste also 1,5 Kg Rindfleisch essen um auf 300 g Eiweiß zu kommen täglich!

Die andere Sache ist, ob der Körper (von den erwähnten Ausnahmen abgesehen) diese Menge überhaupt verstoffwechseln kann. 1:1 in Muskelmasse sicher nicht, wahrscheinlich nicht mal mit Steroiden. Das meiste davon wird verbrannt – teure Energie! Aber warum macht man es dann?

Thermogenetischer Effekt

Vor allem Fitnesssportler die auf “Abs” (neudeutsch für Bauchmuskeln) aus sind machen es wegen dem thermogenetischen Effekts. Sie ersetzen quasi einen Teil der Kohlenhydrate durch Eiweiß. Der Körper muss nun mehr Energie aufwenden um Eiweiß in Energie zu verstoffwechseln als er das bei Kohlenhydraten müsste, und dadurch steigt der Energieverbrauch. gleichzeitig sättigt es und man hat kein Hungergefühl.

Nachteil: wie gesagt, viele haben Verdauungsprobleme bei diesen Mengen.

Gesellschaftstrend Veganismus

Die Ablehnung von tierischen Fetten und Proteinen in der Nahrung bringt, so fern langfristig und dauerhaft praktiziert, für viele Menschen massive gesundheitliche Konsequenzen in Form von Krankheit durch Mikronährstoffmangel mit sich.

Dies wird oft zunächst lange nicht wahrgenommen, da die Prozesse schleichend sind und man es auch nicht wahr haben, da man gern an die “schuldfreie” Ernährung glauben möchte. Es kann beobachtet werden, dass sich viele Veganer am Anfang deutlich besser und leistungsfähiger fühlen. Das liegt aber im Wesentlichen nicht am “bösen Fleisch” das man nun weg lässt, sondern an der bewussteren Ernährung und dem streichen von Junkfood aus dem Speiseplan. Der Prozess hin zum Mikronährstoffmangel ist allerdings ein langer Schleichender, und so stellen sich oft erst nach Monaten oder Jahren teilweise völlig absurde Symptome ein, die man dann nicht konkret zuordnen kann.

Da mir an dieser Stelle nichts daran liegt eine ideologische Diskussion zu starten oder erwachsene Menschen zu belehren, sondern viel mehr Lösungen zu bieten kann Menschen, die sich vegan ernähren möchten nur geraten werden, auf entsprechend hochwertige Proteinquellen zurück zu greifen, und in sich in regelmäßigen Abständen auf einen Mikronährstoffmangel hin testen zu lassen. Dies geht heutzutage schnell und unkompliziert mittels einer Haarprobenanalyse, mehr dazu später.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate sind Zucker, in einfacher Form Traubenzucker (Glukose, auch Dextrose), Fruchtzucker (Fructose) oder auch Haushaltszucker (Saccharose – besteht 50/50 aus Fruchtzucker und Glucose). Darum nennt man sie EINFACHE Kohlenhydrate, da es relativ einfach aufgebaute Moleküle sind die aus den drei Elementen: Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen, außerdem kann der Körper sie sofort als Energie verwerten ohne sie vorher aufspalten zu müssen.

Im Gegensatz dazu bestehen KOMPLEXE Kohlenhydrate (“Stärke”) aus einer Verkettung einfacher Kohlenhydrate, also um wesentlich komplexere Moleküle die der Körper erst aufspalten muss um sie verwerten zu können. Dies erfordert mehr Energie und Zeit.

Kohlenhydrate sind NICHT essentiell, d.h. der Körper kann sie selbst bilden. Normalerweise wird gesagt, dass das Gehirn der mit Abstand größte Verbraucher von Kohlenhydraten in Form von Glucose sei. Es gibt allerdings auch Theorien, die besagen, dass der Mensch der Steinzeit praktisch keine Kohlenhydrate gegessen habe und das Gehirn somit natürlicherweise mit Ketonen funktionieren würde (die Theorie hinter “Keto” und “Paleo“).

Was stimmt ist, das die Kohlenhydratreiche Ernährung erst mit der Agrarrevolution, der Sesshaftwerdung des Menschen und damit der Erfindung der Zivilisation begann. Ohne Ackerbau und Viehzucht keine Vorratshaltung. Ohne Vorratshaltung kein Handel, ohne Handel keine Zivilisation. Manche sagen, dass das der Anfang vom Ende gewesen sei, aber das ist ein anderes Thema.

Die Realität heute ist, dass wir mehr oder weniger viel Kohlenhydrate essen, und damit gibt es an sich auch kein größeres Problem, wenn man bestimmte Dinge beachtet. Beispielsweise sollte man einfache Kohlenhydrate meiden, bzw. diese strategisch konsumieren. Beim Sport, wenn sie sofort verbrannt werden, oder wer eien Körperlich anstrengende Arbeit hat, hat in der Regel auch keine Probleme mit Kohlenhydraten. Denn: ein ständig zu hoher Blutzuckerspiegel überfordert dauerhaft die Bachspeicheldrüse, die dann ständig Insulin ausschütten muss um den Blutzuckerspiegel zu senken.

Zucker – Diabetes

Irgendwann hat die Bauchspeicheldrüse aber keinen Bock mehr ständig Insulin zu produzieren und dann hat man Diabetes (Typ2 auch bekannt als “Mellitus”, Typ 1 ist die angeborene). Dann muss man Medikamente nehmen die das erledigen und dann wird alles nur noch schlimmer. Nimmt man andererseits keine Medikamente oder merkt es nicht, dann wirkt der Zucker im Blut korrosiv und greift die Blutgefäße an. Das möchte man sicher auch nicht.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

So, endlich sind wir bei den Mikronährstoffen angelangt! Genau genommen könnte man Fett- und Aminosäuren auch schon zu den Mikronährstoffen zählen. Man tut es aber aufgrund von Definitionen nicht , da Fett- und Aminosäuren in erster Linie als organische Energieträger definiert sind, wohingegen Vitamine zwar organisch, aber keine Energieträger, und Mineralstoffe und Spurenelemente weder organisch noch Energieträger sind.

Definition Vitamin

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Quelle: Wikipedia Vitamin

Definition Mineralstoff

Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, welche der Organismus nicht selbst herstellen kann; sie müssen ihm mit der Nahrung zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus; Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Quelle: Wikipedia Mineralstoff

Definition Spurenelement

Spurenelement (auch Mikroelement) wird allgemein ein chemisches Element genannt, das nur in geringer Konzentration oder Spuren vorkommt; bei äußerst geringer Konzentration wird auch von Ultra-Spurenelement gesprochen.

Als essentielle Spurenelemente werden in der Biologie chemische Elemente bezeichnet, die für ein Lebewesen – umgangssprachlich meist auf den Menschen bezogen – (essentiell) nötig sind …

Eine zu geringe Menge oder gar das Fehlen essentieller Spurenelemente ruft in Lebewesen Mangelerkrankungen hervor.

Quelle: Wikipedia Spurenelement

Ballaststoffe

Ballaststoffe (englisch: „dietary fiber“) sind ein kontroverses Thema. Manche meinen sie sind das Wichtigste für die Gesundheit überhaupt, andererseits ernähren sich Inuit (“Eskimos”) traditionell praktisch ausschließlich von Fleisch und Fett mit ein paar Beeren im kurzen arktischen Sommer, und sind kerngesund.

Die Populärwissenschaften sind der Meinung, das läge an genetischen Mutationen (siehe beispielsweise hier), allerdings belegen Polarexpeditionen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, dass auch der Nicht-Inuit über lange Zeiträume gesund bleiben kann und keinen Mangel erleidet wenn er sich traditionell wie ein Inuit, also “Keto” oder “Zero-Carb” ernährt:

Stefansson is also a figure of considerable interest in dietary circles, especially those with an interest in very low-carbohydrate diets. Stefansson documented the fact that the Inuit diet consisted of about 90% meat and fish; Inuit would often go 6 to 9 months a year eating nothing but meat and fish—what might nowadays be perceived to be a ‘zerocarb’ / no-carbohydrate diet. (The diet technically contains a very low amount of carbohydates as the fresh fish that the Inuit ate would have contained a small amount of glycogen.) He found that he and his fellow explorers of European, Negro, and South Sea Islands descent were also perfectly healthy on such a diet.

Quelle; Wikipedia Vilhjalmur_Stefansson

Wie erkennt man nun einen Mikronährstoffmangel?

Einen Mikronährstoffmangel zu erkennen ist außerordentlich schwierig, denn zunächst merkt man es nicht unbedingt. Ich beispielsweise stellte erst im hohen Alter von Ende 40 fest, dass ich wohl einen blutgruppen-bedingten als angeborenen, tendenziellen Magnesiummangel habe.

Warum das so ist, habe ich noch nicht herausgefunden, nur dass es so ist. Und dass es so ist weiß ich auch nicht von einem Arzt, sondern weil ich zufällig drauf gestoßen bin. Nämlich als ich mich mal mit der Blutgruppendiät nach Dr D’Adamo beschäftigt habe (siehe beispielsweise: hier, kurz und knapp, oder hier, Amazon).

Verschlimmert hatte sich das Ganze noch durch falsche Lebensführung, also teilweise exzessiven Ausdauersport und aus Unwissenheit nie supplementiert. Ich dachte eben, die Ernährung wird es schon richten, im Großen und Ganzen ernähre ich mich ja nicht so schlecht. Sie richtete es aber nicht. Und so war der Mangel dann im Herbst 2018 so prekär das die Symptome schon lebensbedrohlich waren: Übelkeit, Schwindel, Herzrasen … und dann weiß man erst mal nicht wo anfangen.

Das Problem vor allem des Magnesiummangels ist, dass Magnesium elementar kritisch für die Herzfunktion ist. Das bedeutet, der Körper versucht den Spiegel im Blut um jeden Preis aufrecht zu halten, noch mehr als mit Kalium, und daher ist ein Mangel im Blutserum nicht ohne weiteres Nachweisbar, obwohl eine grundsätzlicher Mangel besteht. Der Körper zieht es dann aus den Knochen und dem Zellgewebe.

Allgemein spricht man bei einem deutlich zu niedrigen Spiegel eines oder mehrerer der Elektrolytminerale (s.o.) von einer “Elektrolytstörung”. Diese kann, wie bei mir akut oder abgeschwächt bzw. latent chronisch sein.

Problem Elektolytstörung

Das Problem hier ist nicht nur eins sondern sind eigentlich mehrere Probleme.

Problem 1: Ärzte

Die meisten Ärzte sind im Hinblick auf Eletrolytstörungen nicht geschult, wissen nicht worauf sie achten sollen bzw. müssen. Allgemeinmediziner sowieso. Mir ist aber auch ein Fall bekannt wo ein Kardiologe, also ein HERZSPEZIALIST, einen starken Kaliummangel eines Patienten als nicht problematisch (!) ansah. Andere Herzspezialisten sind da ganz anderer Meinung: Wie Kalium auf das Herz wirkt.

Problem 2: Diagnose

Wie ich bereits erklärte ist Magnesiummangel in einer Blutuntersuchung schwierig festzustellen, vor allem wenn man nicht anhand von weiteren Symptomen in diese Richtung sucht. Bei Elektrolytunterversorgung der anderen Minerale ist es nicht viel besser und die Symptome gleichen sich, siehe hier:

Die Behebung erfolgt dann per “Versuch und Irrtum” – in schweren Fällen, also akut oder wenn es über den oralen Weg nicht zufriedenstellend funktioniert (weil beispielsweise der Magen nicht mitmacht) gibt man eine intravenöse Lösung und überwacht parallel dazu den jeweiligen Spiegel im Blut sowie die Herzaktivität via EKG.

Problem 3: Ursache anderer Probleme

Ist der Mikronährstoffmangel von einem oder mehren Mineralstoffen gegeben dann leidet oft die Aufnahme der anderen Mineralien als auch die weiterer Mikronährstoffe darunter. Dann können diese nicht mehr oder nur noch in viel zu geringem Maße aufgenommen werden. Man befindet sich dann in einer Abwärtsspirale: zu wenig von dem einen bewirkit zu wenig von dem anderen. Das wiederum noch weniger von dem einen usw.

Wer sich also beispielsweise darüber freut schon lange keine Erkältung mehr gehabt zu haben hat möglicherweise gar keinen Grund zur Freude. Möglicherweise unterdrückt sein Körper nur die nötige Erkältung, weil ihm aufgrund dieses Mikronährstoffmangels die Ressourcen fehlen diesen Entgiftungsprozess erfolgreich durchzuführen …

Mikronährstoffmangel beheben

Alles steht und fällt mit der Eingrenzung des Problems. Symptome sind oft unspezifisch und können vor allem bei starkem Mikronährstoffmangel nicht so genau lokalisiert werden da Mangelsymptome bei vielen Stoffen ähnlich äußern. Blutuntersuchungen sind nicht grundsätzlich aussagekräftig und wenn der Arzt nicht entsprechend geschult ist, dann ist die Antwort im Zweifelsfall: ALLES OK. Obwohl tatsächlich nichts OK ist.

Dazu kommt, dass bei einem akuten Mangel Wartezeiten für Arzttermine von mehreren Monaten, wie sie heutzutage vor allem in Ballungsräumen keine Seltenheit sind, in extremen Fällen auch lebensgefährlich sein können!

Ich würde daher empfehlen eine Mikronährstoffanalyse der Haare machen zu lassen um einen Mikronährstoffmangel zunächst mal eingrenzen zu können. Eine solche Analyse ist einfach und schnell gemacht und kostet nicht die Welt. Je nach dem wie sie ausfällt und wie schwer und umfangreich ein Mangel ist bzw. Symptome sind, hat man dann auch eine Argumentationsgrundlage parat um ggf. einen schnelleren Arzttermin zu bekommen.

Mikronährstoffanalyse der Haare

Ich habe eine solche Mikronährstoffanalyse der Haare gemacht, und zwar die der Firma Medicross Group aus Lindau am Bodensee, und der Test hat meine Befürchtungen (leider) übertroffen. Die Firma Medicross Group bietet eine ganze Reihe verschiedener Tests an, beispielsweise auch Unverträglichkeitsanalysen oder Tests für spezifische Probleme. ich habe den Test Mikronährstoffanalyse Pro (Mensch) gemacht und es hätte einfacher nicht sein können.


Hier mein detaillierter Artikel darüber inlusive Rabattcode.

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Testergebnis da – was nun?

Du hast es nun also schwarz auf weiß – du hast einen Mikronährstoffmangel. Und hast du wider Erwarten keinen dann freu dich! Aber wahrscheinlich hast du einen. Vor allem wenn du schon etwas älter bist, Sportler bist, Stress hast, nicht so auf die Ernährung achtest usw.

Hast du wirklich massive Defizite dann wird eine Ernährungsumstellung wahrscheinlich nicht ausreichen. Du solltest aber auf jeden Fall auf bessere Ernährung achten. Bessere Ernährung heißt, frische, hochwertige Nahrung. Wer schafft auf Zucker, Fertigprodukte und Junkfood zu verzichten (zumindest größtenteils) hat schon viel gewonnen, wird aber wahrscheinlich nicht um Supplementierung herum kommen.

Natürlich kann man seinen Arzt konsultieren (oder ihn zumindest darüber informieren) und sich anhören was er dazu zu sagen hat. Spielt er es aber runter würde ich mich nicht damit zufrieden geben und mir ggf. eine alternative Meinung anhören. Fachärzte auf diesem Gebiet sind rar, am ehesten kommt meiner Meinung nach daher wahrscheinlich ein Sportmediziner in Frage – schließlich müssen Leistungssportler ja funktionieren …

Aber wie gesagt, es gibt dann auch noch das Problem mit den Terminen …

Supplementierung

Selbstverständlich ist natürliche Nahrung IMMER vorzuziehen. Nur, wie ich eingangs schon erwähnte, ist die Nahrstoffdichte in der heutigen Nahrung oft nicht mehr gegeben und nur weil eine Tomate schön rot ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch das enthält was sie verspricht bzw. was Nährwerttabellen ihr unterstellen.

Aminosäuren

Für einen Mitteleuropäer sollte ess kein Problem sein, den Eiweißbedarf durch die normale Nahrung zu decken – Ausnahme: manche Leistungssportler. Hat man nur einen Mangel an 1 oder 2 Aminosäuren, wie beispielsweise Gluthation, dann kann man diesen durch ein Präparates (Gluthation hier, Amazon) ausgleichen. Sonst einfach etwas mehr Protein essen ggf. auch die Quellen abwechslungsreicher gestalten. Immer eine gute Idee ist fetter Meeresfisch, also Lachs, Hering, Makrele.

Vitamine

Vitamine sind so eine Sache. Künstliche Vitamine (und in der Regel sind das alles künstliche Vitamine, sind meist nicht 1:1 das gleiche wie natürliche Vitamine. Ob man künstliche Vitamine konsumieren sollte oder nicht muss jeder für sich selbst entscheiden, vor allem sollte man sich bewußt sein, dass es wenig nützt Vitamine zu supplementieren wenn man Problem mit dem Magen-Darmtrakt hat und diese daher wahrscheinlich gar nicht resorbiert werden können – was eine der häufigsten Ursachen ist. Wer also hier Probleme hat sollte sich zunächst primär darum kümmern – Stichwort: saurer Magen. Ursache eines zu sauren Magens ist oft eine Elektroyt-Dysblance wodurch ZU WENIG Magensäure produziert wird (siehe beispielsweise hier)!

Mineralstoffe und Spurenelemente

Kalzium und Natrium sollte man in unseren Breiten eigentlch nicht supplementieren müssen. Kalzium ist sowohl in Grünpflanzen als auch in Milchprodukten und Eierschalen enthalten. Anders sieht es aus mit Magnesium und Kalzium.

Mineralstoffe und Spurenelemente sind anorganisch und verhältnismäßig einfach zu supplementieren wenn sie ORGANISCH gebunden sind. Beispiel: neben anderen Verbindungen ist Magnesium als Magnesiumoxid und Magnesiumcitrat erhältlich. Magesiumoxid ist anorganisch gebundes Magnesium das in der Regel in den billigen Brausetabletten enthalten ist. Magnesiumcitrat ist organsich gebunden und dadurch besser resorbierbar. Aber auch teurer. Selbiges gibt auch für die anderen Elektrolyte.

Gilt es nur einen geringen Mangel auszugleichen oder zu verhindern, dass ein Mangel entsteht, dann kann man durchaus mit günstigen Oxid-Präparaten supplementieren. Ist der Mangel aber signifikant dann würde ich auf jeden Fall zu Citraten greifen.

Gute Erfahrungen habe ich mit den Produkten der Firma Diaclean gemacht, gute Qualität und günstiger Preis. Allerdings handelt es sich hier um chemisch reine Ware, ohne Geschmack und Zusätze für bessere Löslichkeit.

Dosierung: 1 knapper, gestrichener Teelöffel pro Tag. Ich rühre es in 100 ml Wasser ein und ergänze mit weiteren 100 ml Saft für Geschmack. Das Magnesiumcitrat neigt etwas zum Klumpen wenn man es in etwas anderem als Wasser einrührt oder zuviel Wasser nimmt. Man hat den Dreh aber schnell raus. Kaliumcitrat hingegen ist kein Problem. Geschmacklich haben beide einen leicht Beigeschmack, aber man gewöhnt sich dran. Produkte die ich empfehlen kann, sind:

Für Sparfüchse

Diaclean Magnesiumcitrat – hier (Amazon)
Diaclean Kaliumcitrat – hier (Amazon)

Für Leute die’s bequemer mögen:

Magnesium Verla – hier (Amazon)
Kalium Verla – hier (Amazon)

(Die Verla-Produkte sind auch in anderen Darreichungsformen erhältlich)

Wie lange supplementieren?

Auch keine leichte Frage. So viel wie nötig und so wenig wie möglich. Im Zweifelsfall aber auch dauerhaft. bei einem schwerwiegenderen Mangel würde ich auf jeden Fall noch mal nach 3 oder 6 Monaten einen Test weitere Haaranalyse machen um zu sehen wie sich die Sache entwicklet hat. Der Vorteil als auch der Nachteil der Haaranalyse ist, dass sie natürlich einen längeren Zeitraum wieder gibt. Was Bedeutet, gleich nach 2 Wochen erneut einen Test machen führt wahrscheinlich zu keinem aussagekräftigen Ergebnis.

Fazit

Mikronährstoffmangel ist heutzutage omnipräsent. Man kann ihn als Volkskrankheit bezeichen und er ist sowohl der modernen Lebensweise (individuell), als auch (allgemein) einer Verschlechterung der Nahrungsqualität, inklusive der verschlechterung der Böden durch zu intensive oder falsch Bewirtschaftung geschuldet.

Un zumindest schwerwiegende Mängel zu vermeiden, sollte man auf eine gesunde Lebensführung inklusive einer ausgewogenen Ernährung achten, die zumindest auf dem Papier alle wesentlichen Nährstoffe enthält.

Gleichzeitig ist es keine schlechte Idee eine Mikronährstoffanalayse zu machen um einen eventuellen Mikronährstoffmangel frühzeitig feststellen zu können. Wurde ein entsprechender Mangel bereits diagnostiziert, dann sollte man je nach Schwere Nahrungsergänzungsmittel in Betracht ziehen und 3 bis 6 Monate später erneut einen Test machen.


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HINWEIS: Weder der empfohlene Test und dieser Artikel stellen eine Alternative zu einer professionellen, medizinischen Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Lass dich immer von deinem Arzt oder einer medizinischen Fachperson deines Vertrauens beraten, vor allem wenn es sich um eine bereits bekannte Krankheit und/oder Krankheitssymptomen handelt. Missachte nicht den professionellen medizinischen Rat und zögere keine Beratung raus, nur weil du diese Artikel gelesen hast. Besprich alles Informationen zu deiner Person betreffende die du in diesem Artikel oder durch den Test erfahren hast umgehend mit einem qualifizierten Arzt.
Ich rate dir ausdrücklich davon ab aufgrund von Auswertungsdaten selbst medizinische Maßnahmen zu ergreifen, wie beispielsweise eine Selbstmedikation oder den Abbruch einer bereits begonnenen Therapie, ohne dies vorher mit geeigneten Fachpersonen abgeklärt zu haben.



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