Das perfekte Bikepacking Bike – Teil 1: W-Fragen

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Wer meine Posts der letzten Monate verfolgt hat, könnte den Eindruck gewonnen haben, dass ich bereits das perfekte Bikepacking Bike gefunden habe.

Das Kona Wo ist auch erste Sahne – als jemand der 1,90 groß ist und bisher aus verschiedenen Gründen 26″ gefahren hat, bin bisher noch kein Rad gefahren das sich so »richtig« anfühlt, fast schon wie eine natürliche Erweiterung des Körpers.

Dennoch: für große Touren, vor allem ins Ausland finde ich es nur mäßig geeignet.

Das liegt hauptsächlich daran, dass Fatbikes noch nicht den gleichen Verbreitungsgrad haben wie »normale« Bikes, was immer das auch ist. Nein, was ich meine sind die Chancen unterwegs Werkzeug und Ersatzteile zu finden, das dürfte zwar nicht unmöglich aber deutlich schwieriger sein.

Andererseits kann in Zeiten von globaler Overnight-Logistik alles in kürzester Zeit an irgendeinen Ort der Welt geliefert werden, es ist letztlich nur eine Geldfrage.

Aber abgesehen davon ist es trotzdem wesentlich entspannter einen konservativen Ansatz zu verfolgen und sich nah am »Shimano Standard« zu bewegen, also an dem was der durchschnittliche Fahrradladen im Sortiment hat.

Ein weiterer Grund ist die höhere Massenträgheit. Massive Räder, ob jetzt Fat oder 29+, haben einfach mehr Material – das sich nicht nur auf der Waage bemerkbar macht. Ich bin kein ausgemachter Gewichtsfetischst und die Sache mit der rotierenden Masse ist auch weitgehend überbewertet.

Allerdings macht sich der Faktor Beschleunigung beim Fatbike durchaus bemerkbar, denn es ist ja nicht nur das Mehrgewicht sondern vor allem auch der höhere Rollwiderstand (was nichts anderes ist als die berühmte »Traktion«). Abgesehen davon macht es immer Sinn einen Blick auf das Gesamtgewicht zu haben.

Auf Tagestouren oder der Feierabendrunde stört mich das nicht, schließlich ist der Spaßfaktor ja auch nicht zu unterschätzen, aber in anspruchsvollem Gelände mit viel Höhenmeter über mehrere Tage und Wochen wird eine Fatbike-Tour ein gutes Stück anstrengender sein, wie ich letztes Jahr im Schwarzwald auf dem Westweg feststellen konnte.

Noch ein Grund: Fatbikes sind (noch) auffällig, und das wird sich so wie ich das sehe auch noch ziemlich lange nicht ändern. Diebstahl ist normalerweise kein Problem wenn man zu zweit ist, dann kann immer einer auf die Räder aufpassen während der andere Einkaufen geht oder was abcheckt.

Ist man aber allein unterwegs artet einkaufen in einem großen Supermarkt beziehungsweise jede Aktivität bei der man das Rad unbeaufsichtigt lassen muss in Stress aus. Entweder man ist gehetzt oder muss immer jemand finden der ein Auge auf’s Rad wirft. Klar, auch so ein Rad kann weg kommen, und es wäre super ärgerlich, täte unterm Strich aber weniger weh – na vielleicht auch nicht…

Jedenfalls sind das für mich alles Gründe mir das perfekte Bikepacking Bike aufzubauen.

Grundsätzliche Überlegungen

  • Radgröße: 29″
  • Reifenfreiheit bis 2,4″
  • Möglichst breite Felgen
  • Möglichst 36 Speichen wegen größem Durchmesser
  • 1×9 Antrieb
  • Großes Rahmendreieck für größere Rahmentasche
  • Starrgabel
  • Günstige Teile, einfach zu reparieren

Weiter mit Teil 2

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