Shackletons Voyage Of Endurance

Wenn, nach Cherry-Gerard, Scotts letzter Versuch als erster den Südpol zu erreichen „Die schlimmste Reise der Welt“ war, dann war Shackletons Versuch der Antarktisdurchquerung, der in einen anhaltenden Überlebenskampf unter unvorstellbaren Bedingungen mündete, die größte Survival-Geschichte überhaupt.

Erstens, stell dir vor, Shackleton geht zurück in die Antarktis, den Ort an dem er während der letzten Antarktis Expedition unter Scott so enorm gelitten hatte.

Zweitens, stell dir vor du reist an einen sprichwörtlich weißen Fleck auf der Landkarte. An einen Ort an dem bisher niemand war (der Ort den sie als Startpunkt wählten), ein Ort von extremer Kälte und unbekannten Gefahren.

Drittens, es gibt/gab keine Kommunikation mit der Außenwelt, da moderne Kommunikationsmethoden wie wir sie heute für selbstverständlich halten noch nicht erfunden waren. Wenn also was passierte erfuhr niemand davon, daher war man dann auch ziemlich alleine mit seinem Problem.

Viertens, wenn etwas schief geht, geht es richtig schief. 2 Tagesreisen vor ihrem Ziel, der Vahsel Bucht, änderte sich das Wetter und mit dem Festland schon in Sicht mussten sie hilflos zusehen, wie das Schiff vom Eis eingeschlossen wurde und mit ihm nach Nordwesten driftete. Da das Schiff entgegen der Fram von Nansen nicht konstruiert war um den schweren Eispressungen standzuhalten, passierte woran bis zuletzt keiner glaubte: die Endurance wurde vom Eis zerdrückt und sank, was die Mannschaft zu Schiffbrüchigen bei zweistelligen Minustemperaturen machte.

Nach und gefährlichen Reise und unglaublich unkomfortablen Reise über Eisschollen und Offes Wasser erreichten sie schließlich Elephant Island, Terra Firma, zum ersten mal seit sie vor Monaten ihr Schiff verlassen mussten.

Gerettet waren sie allerdings noch nicht, denn auf der Insel gab es nichts außer Felsen, Eis und einer Kolonie Pinguine. Weder konnten sie hier dauerhaft bleiben noch auf Rettung hoffen, da niemand wusste wo sie waren. Shackleton entschied sich daher mit dem größten der Boote, der James Caird, die äußerst gefährliche Fahrt über den Südlichen Ozean nach Südgeorgien zu wagen. Ein Unternehmen, das der Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen gleich kam.

Trotz ihrer Äußerst geringen Chancen auf Erfolg schafften Sie es die unbewohnte Südküste zu erreichen. In einem letzten Kraftakt musste Shackleton nun noch, begleitet von seinem Skipper Frank Worsley und dem verdienten Antarktis Veteranen Tom Crean die Berge und Gletscher des unerforschten Landesinneren Südgeorgiens überqueren um die Walfangstation Grytviken zu erreichen.

Shackleton und die Männer die ihn nach Süd-Georgien begleiteten waren nun zwar gerettet, doch dauerte es wegen ungünstiger Wetterbedingungen noch Monate bis die zurückgebliebenen Männer auf Elephant Island gerettet wurden.

Wer das Buch gelesen hat wird diese packende und bewegende Doku-Serie lieben. Wer nicht, wird mit Sicherheit die Zeugnisse dieser Männer lesen wollen!

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann tritt doch meiner schnell wachsenden Community bei und abonniere meinen Newsletter! Keine Angst, es entstehen dir keine Kosten und du kannst dich jederzeit austragen!

Hinterlasse eine Antwort